Tzotzilen

Die "wahren Menschen"

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Die Tzotzil-Maya leben im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Ihre Sprache wird noch von rund 350.000 Menschen in Mexiko und Guatemala gesprochen. Sie selbst nennen sich bats'i winikotik, „wahre Menschen“.

Die größten Tzotzil-Gemeinden sind Chamula und Zinacantan im zentralen Hochland von Chiapas, in denen fast alle Tzotzil, aber jeweils weniger als die Hälfte Spanisch sprechen. Jede Gemeinde zeichnet sich durch ihre eigene Kleidung, einen lokalen Hauptpatron und wirtschaftliche Besonderheiten innerhalb der Gruppe aus.

Die Tzotzil gelten als direkte Nachfahren der klassischen Maya, die das Gebiet schon in präkolumbischer Zeit besiedelten.

Jede Person hat drei Namen: der erste ist ein Vorname, der zweite ist Nachname hispanischer Herkunft und der dritte ein Nachname indigener Herkunft, der im allgemeinen von einer Pflanze, einem Tier oder einem Naturphänomen abgeleitet ist.

Im Allgemeinen entspricht die häusliche Gruppe einer Großfamilie, die aus einem Paar und den alleinstehenden oder verheirateten Kindern mit ihren jeweiligen Partnern besteht. Traditionell wird Autorität im Alter erworben.

 

In den letzten Jahren haben sich jedoch die Rolle der älteren Menschen und ihre Autorität grundlegend verändert. Auf Gemeindeebene besteht die politisch-religiöse Autorität aus dem Verfassungsrat und dem Regionalrat.

 

Der Stadtrat ist die einzige vom Staat anerkannte Verwaltungsorganisation, in die Personen berufen werden, die Spanisch sprechen, lesen und schreiben.

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