Huicholen

Ein Volk von Schamanen

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Die Huicholen nennen sich selbst Wixarika, das bedeutet „Heiler“ oder „Zauberer“.

 

Mit etwa 15.000 bis 20.000 Angehörigen leben sie in der Sierra Madre Occidental im unwegsamen Berggelände des nordwestlichen Zentralmexiko, vor allem in den Bundesstaaten Jalisco und Nayarit, aber auch im Südosten von Durango und Zacatecas.

Sie leben sehr zurückgezogen als Bergbauern und Jäger in einem durch Schluchten und tief eingeschnittenen Canyons äußerst unwegsamen und klimatisch abwechslungsreichen Teils der Sierra und sind dadurch einer der letzten von der Zivilisation wenig berührten Ureinwohnerstämme Mexikos.

Das Leben der Huicholen ist heute immer noch so, wie vor hunderten von Jahren. Sie leben immer noch ohne Strom und fließendes Wasser und vertrauen auf ihre Beziehung zur Natur, um ihre Gemeinschaft zu ernähren und zu erhalten. Einst wurden die Huicholen als ein Volk von Schamanen bezeichnet. Heute gibt es immer noch viele Schamanen, die Zeremonien leiten und Heiler sind.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Stamm wiederholt von Anthropologen besucht, die seine Lebensweise und Kultur beobachteten und dokumentierten.

 

In der westlichen Welt interessiert besonders der ursprüngliche Schamanismus des Stammes sowie in Kunstkreisen die farbenprächtigen traditionellen Fadenbilder, die von durch visionäre Träume inspirierten Stammesangehörigen aus gefärbten Wollfäden angefertigt werden, indem sie diese in figuralen und geometrischen Formen mit Wachs auf Holzbretter kleben. Die Wollbilder zeigen symbolische und motivische Darstellungen bestimmter Situationen und Rituale der Huichol-Gemeinschaft. Die Symbole sind für einen Huichol leicht zu verstehen, aber für Außenstehende erklärungsbedürftig, denn komplizierte Rituale werden mit wenigen Elementen dargestellt.

Die Handwerkskunst der Huicholen umfasst außerdem Weberei, Stickerei, Perlenarbeiten, Flechtarbeiten wie Sombreros, Jagdwaffen (Pfeil und Bogen), zeremonielle Gebetspfeile und bestickte Taschen von großer Schönheit, die außer dem praktischen Nutzen auch religiöse Bedeutung haben.

Ursprünglich wurden natürliche Materialien wie Muscheln, Samen und sogar Korallen und Halbedelsteine zur Herstellung verwendet. Heute werden Garne und Perlen benutzt, um Symbole und Tiere in leuchtenden Farben darzustellen, die Jahrhunderte alt und von großer Bedeutung für die Wixarika Menschen sind.

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