Otomí

Die tapferen Krieger

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Die Otomí waren wahrscheinlich die ersten Siedler im Hochtal von Mexiko. Sie selbst nennen sich „Hñähñu“ und waren als tapfere Krieger bekannt. Heute leben sie im zentralen Mexiko im Bundesstaat Mexiko, Hidalgo, Querétaro, Puebla, Tlaxcala und Veracruz.

Obwohl die Otomí-Sprache zu den meistgesprochenen indigenen Sprachen in Mexiko gehört, ist sie wie viele Sprachen Mexikos hochgradig gefährdet, da sie nur noch von wenigen Kindern gelernt wird.

Forscher gehen davon aus, dass die Otomí vor den Azteken in das zentrale Mexiko einwanderten, sie waren also möglicherweise eng verbunden mit der Kultur von Teotihuacan. Zur Zeit der Azteken waren die Otomí nach den Nahua die größte Bevölkerungsgruppe des Tales von Mexiko und lebten in Städten wie Xaltocan, Xilotepec, Azcapotzalco und Tlacopan.

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Sie haben sich in heutiger Zeit weitgehend der mexikanischen Landbevölkerung angepasst und die meisten von ihnen sprechen nur noch Spanisch. Sie sind Ackerbauern, die ein wenig Vieh, vor allem Schafe, Ziegen, Schweine und Hühner halten. Angebaut werden Mais, Bohnen, Kürbisse und zum Verkauf auch Weizen und Gerste. Außer in verstreuten Weilern leben sie auch in größeren Dörfern mit öffentlichen Gebäuden, wie Schule und Kirche und mit Marktplätzen.

Ihr Leben wird leider stark von den katholischen Vorstellungen und Ritualen des Glaubens bestimmt.

Als Handwerk ist unter den Otomí das Spinnen, Weben, Töpfern und Korbflechten weit verbreitet. Die Kleidung der dörflichen Bevölkerung ist ähnlich wie die der Nahua. Überhaupt sind sie in ihrer gesamten Kultur den Nahua sehr ähnlich.

In der Sierra Norte de Puebla haben die Otomí ihre eigenständige kulturelle Identität weitgehend behaupten können. Bekannt sind sie für die traditionelle Herstellung von Rindenpapier (Papel Amate). Die  dargestellten farbenprächtigen, mythologischer Wesen spielen in der traditionellen Medizin der Otomí eine wichtige Rolle.

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